KOSTEN & PREISE · STAND 01/1970

Was kostet Praxissoftware? Preise und Kosten im Überblick

13 der 95 gelisteten Systeme nennen einen öffentlichen Einstiegspreis: von 10,00 € bis 699,00 € pro Monat, Median 79,90 €. Alle Werte stammen aus den Anbieterangaben im Verzeichnis. Die übrigen 82 Systeme nennen Preise nur auf Anfrage.

Preisspannen je Fachbereich

Was Systeme monatlich kosten

Alle Werte sind Einstiegspreise je Arbeitsplatz und Monat, sofern der Anbieter öffentliche Preise nennt. Individuelle Angebote nach Praxisgröße können abweichen. Kein Wert ist geschätzt oder redaktionell gesetzt.

FachbereichAnbieterAbMedianBisOhne Angabe
Hausärzte3139,00 €229,00 €499,00 €26
Zahnärzte20noch zu wenige bestätigte Preisangaben19
Kieferorthopädie7noch zu wenige bestätigte Preisangaben6
Psychotherapie2710,00 €52,00 €280,00 €19
Heilpraktiker1439,00 €59,00 €699,00 €9
Physiotherapie3210,00 €52,00 €699,00 €24
Logopädie2610,00 €52,00 €699,00 €18
Ergotherapie1110,00 €69,45 €699,00 €5
Innere Medizin1159,00 €254,50 €499,00 €7
Gynäkologie1159,00 €254,50 €499,00 €7
Orthopädie & Chirurgie1159,00 €254,50 €499,00 €7
Kinder- und Jugendmedizin1239,00 €229,00 €499,00 €7
Fachärzte (HNO, Augen, Derma, Uro)1739,00 €229,00 €499,00 €12
Ästhetische Medizin1noch zu wenige bestätigte Preisangaben0

Basis: 13 Systeme mit öffentlich hinterlegter Preisangabe, Stand 01/1970. Systeme ohne Preisangabe werden nicht in Spanne oder Median gerechnet.

Am dichtesten belegt sind die Preisdaten in diesen Fachbereichen: Psychotherapie (8), Physiotherapie (8) und Logopädie (8).

Nebenkosten

Womit Sie über den Monatspreis hinaus rechnen sollten

Der ausgewiesene Monatspreis deckt in aller Regel nur die Lizenz ab. Für einen belastbaren Vergleich müssen Sie folgende Positionen mitdenken – seriöse Angebote weisen sie transparent aus.

  • Einrichtung & Onboarding

    Erstinstallation, Konfiguration der Praxisstammdaten, Anlage von Nutzer- und Rollenrechten. Einmalig, oft pauschal oder nach Aufwand.

  • Schulung

    Vor-Ort- oder Online-Schulungen für Praxisteam und Ärzt:innen. Meist pro Tag oder pro Teilnehmer:in.

  • Datenübernahme aus dem Altsystem

    Migration von Patientenstamm, Karteikarten, Terminen, Abrechnungshistorie. Preis abhängig vom Quellsystem und Datenumfang.

  • TI-Komponenten

    Konnektor, eHBA, SMC-B, KIM-Adressen, ePA-Modul. Werden häufig vom TI-Anbieter direkt abgerechnet, nicht vom Softwarehersteller.

  • Support & Wartung

    Bei lokal installierten Systemen zusätzlich zur Lizenz. Bei Cloud-Systemen üblicherweise im Monatspreis enthalten.

Betriebsmodell

Cloud- vs. Lokal-Kosten sachlich verglichen

Die Kostenstruktur unterscheidet sich grundsätzlich, nicht nur der Preis. Ein einfacher „Monatspreis-Vergleich" führt in die Irre.

Cloud / SaaS
Monatlich, planbar, ohne Server
  • Abrechnung meist pro Arbeitsplatz und Monat.
  • Updates, Backups, Betrieb im Preis enthalten.
  • Keine Serverhardware nötig; Zugriff im Browser.
  • Höhere laufende Kosten, niedrigerer Einstieg.
Lokal installiert
Einmallizenz plus Wartung
  • Meist Einmalkauf plus laufender Wartungsvertrag.
  • Eigene Server, eigene IT-Verantwortung.
  • Höhere Einstiegskosten, niedrigere Fixkosten.
  • Volle Datenhoheit – aber auch volle Betriebsverantwortung.

Über drei bis fünf Jahre gerechnet nähern sich die Total-Cost-of-Ownership häufig an. Entscheidend sind Praxisgröße, vorhandene IT-Ressourcen und wie viel Betrieb Sie an den Anbieter auslagern möchten.

Ein Teil dieser Kosten lässt sich fördern — von der TI-Pauschale über BAFA und KfW bis zu einzelnen Landesprogrammen. Welche Programme für Arztpraxen tatsächlich in Frage kommen, steht im Ratgeber Förderung der Digitalisierung in der Arztpraxis.

Stand 09/202613 EinträgeQuelle: Vergleichsverzeichnis meinepraxisdigital.de · Betriebsmodell aus den Merkmalen der gelisteten Systeme

Häufige Fragen

Kosten von Praxissoftware — kurz beantwortet

Was kostet Praxissoftware pro Monat?
Aktuell nennen 13 der 95 gelisteten Systeme einen öffentlichen Einstiegspreis: die Spanne reicht von 10,00 € bis 699,00 € pro Monat, der Median liegt bei 79,90 €. Die Werte sind Einstiegspreise je Arbeitsplatz und Monat und unterscheiden sich nach Fachbereich, Praxisgröße und Betriebsmodell. Cloud-Systeme werden meist monatlich pro Arbeitsplatz abgerechnet, lokal installierte Systeme häufig als Einmallizenz plus Wartung. Die Spannen je Fachbereich stehen in der Tabelle weiter oben und werden live aus den öffentlich hinterlegten Preisen berechnet.
Warum nennen viele Anbieter keine Preise?
82 von 95 Anbietern nennen ihren Preis nur auf Anfrage. Der Grund ist meist die Angebotslogik: Der Preis hängt an Arbeitsplätzen, Fachbereich, Zusatzmodulen und Laufzeit, deshalb rechnen viele Anbieter individuell. Für Sie heißt das: Fordern Sie zwei bis drei Angebote mit derselben Anforderungsliste an — nur dann sind die Zahlen vergleichbar. Wo ein Anbieter einen Preis öffentlich nennt, steht er im Profil des Systems mit Quelle und Stand.
Gibt es kostenlose Praxissoftware?
Eine dauerhaft kostenfreie, in Deutschland zugelassene Praxisverwaltung gibt es nicht — Zertifizierung, Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI, das geschützte Netz des Gesundheitswesens) und Support verursachen laufende Kosten. Belegt sind unverbindliche Testphasen einzelner Anbieter sowie öffentlich genannte Einstiegspreise ab 10,00 € pro Monat. Entscheidend für den Vergleich sind die Gesamtkosten inklusive TI, Support, Schulung und Datenumzug.
Womit muss ich neben dem Monatspreis rechnen?
Über die reine Lizenzgebühr hinaus fallen typischerweise Einrichtung, Schulung, Datenübernahme aus dem Altsystem sowie TI-Komponenten (Konnektor, eHBA/SMC-B, KIM) an. Die konkreten Beträge unterscheiden sich stark je Anbieter und Praxissituation – seriös nennen lassen sich nur individuelle Angebote. Auf dieser Seite werden bewusst keine Pauschalpreise für Nebenkosten genannt.
Cloud oder lokal installiert – was ist günstiger?
Cloud-Systeme haben in der Regel niedrigere Einstiegskosten und beinhalten Updates, Backups und Betrieb im Monatspreis. Lokal installierte Systeme verursachen höhere Einmalkosten (Lizenz, Server, Einrichtung), dafür laufende Wartung meist niedriger. Über 3–5 Jahre gerechnet nähern sich die Total-Cost-of-Ownership häufig an; entscheidend sind Praxisgröße, IT-Ressourcen und der Wert von Auslagerung an den Anbieter.